Einführung und Überblick

Schnittstellen in Shopware sind heute mindestens genauso wichtig wie der eigentliche Checkout Prozess im Shop. Längst sind Online Shops eingebettet in ein technisches Netzwerk von Softwarekomponenten und nicht mehr als eigenständige Anwendung zu verstehen, die unabhängig im Internet betrieben wird. Auch die Vielfalt an Schnittstellen ist über die Jahre stetig gewachsen. Was zuerst mit Schnittstellen zu Zahlungsanbietern begonnen hat, erstreckt sich heute bereits weit darüber hinaus wie zum Beispiel zu ERP Systemen, CRM Systemen, PIM Systemen, Marktplätzen oder Marketing Tools. Mit Hilfe dieser Vernetzungen werden Prozesse automatisiert und Zeit für manuelle Übertragungen oder Prüfungen wird eingespart. Auf diesem Weg der vernetzen Online Shops unterstützt scope01 als Implementierungsdienstleister und bietet darüber hinaus eigene Schnittstellen an, die beispielsweise das PIM System Pimcore mit Shopware verbindet.

Asynchrone- vs. synchrone Schnittstellen

Im Wesentlichen unterscheidet man heute zwischen synchronen und asynchronen Schnittstellen. Bei synchronen Schnittstellen werden die jeweiligen Funktionen in Echtzeit ausgeführt und die zurückgelieferte Antwort wird direkt im Ergebnis der Antwort verarbeitet. Bei asynchronen Schnittstellen erfolgt der Abgleich der Daten nicht direkt live sondern im Hintergrund durch Backendprozesse wie Warteschlangen oder Cronjobs. Der Vorteil von asynchronen Schnittstellen liegt auf der Hand: Sie laufen im Hintergrund und benötigen keine Performance bei der Ausführung im Frontend und lösen auch keine Funktionsbeeinträchtigungen aus, wenn diese einmal nicht verfügbar sind. Somit haben sie keine Auswirkung auf die Customer Experience im Frontend. Ein Beispiel für solch eine Schnittstelle kann eine Datenübertragung von aufgegebenen Bestellungen aus dem Onlineshop in die Warenwirtschaft sein. Diese Übertragung kann problemlos zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Synchrone Shopware Schnittstellen für Zahlungen

Anders sieht es aber bei Zahlungsdienstleistern aus: Zum Zeitpunkt der Bestellung muss klar sein, ob eine Kreditkarte beispielsweise erfolgreich belastet wurde oder nicht. Daher spricht man hier von synchronen Schnittstellen. Hier muss der Kunde die Zeit, die die Schnittstelle zur Abwicklung benötigt warten oder kann bei Nichtverfügbarkeit die Zahlung und somit womöglich den Bestellabschluss nicht durchführen. Um das Risiko von Bestellabbrüchen zu minimieren, setzen viele Shopware Shops daher auf verschiedene Zahlungsmöglichkeiten bis hin zu einer Vorkasse, die komplett ohne Schnittstellen auskommt. Zusammenfassend ist also anzumerken, dass asynchrone Schnittstellen wo immer technisch möglich den synchronen Schnittstellen den Vorzug zu gewähren ist.

Übertragungsformate und Sicherheit

Es gibt viele Übertragungsformate, mit denen Systeme miteinander kommunizieren können. In der Vergangenheit wurde dazu oft das SOAP Format gewählt. Das Format tauscht dabei streng strukturierte XML Strukturen aus. Das Format hat viel Overhead und ist daher auch nicht sonderlich flexibel und dynamisch. Daher hat das modernere REST Format diese Art der Schnittstellen mittlerweile nahezu komplett bei PHP basierten Webapplikationen abgelöst. Das Format ist deutlich schlanker, dynamischer und flexibler und somit auch schneller. Ähnlich sieht es bei der Sicherheit der Schnittstellen aus. Wo früher einfach nur ein sicherheitskritischer statischer Authentication Header mit gesendet wurde, kommt heute das OAuth 2.0 Verfahren zum Einsatz bei dem der Client sich zunächst bei dem OAuth 2.0 Service authentifiziert und anschließend einen Token erhält, der eine begrenzte Zeit gültig ist. Mit diesem Token kann die API dann genutzt werden in dem dieser im Header verwendet wird.

Zahlungssysteme & Schnittstellen

Die Schnittstellen zu Zahlungssystemen sind die wohl wichtigsten Schnittstellen in Shopware. Ohne diese Schnittstellen blieben dann nur wenige manuelle und zeitraubende Prozesse wie die Vorkasse, die bei vielen Kunden aus Sicherheitsbedenken auch abgelehnt werden. Adyen, Mollie, PayPal und PayOne sind Beispiele für Zahlungsanbieter, die oft in Shopware Shops eingesetzt werden und entsprechende Schnittstellen zur Zahlung anbieten. Ein Zahlungsanbieter bietet dabei in der Regel direkt Schnittstellen zu verschiedenen Zahlungsarten wie Kreditkarte, ApplePay, GooglePay, Klarna oder diversen Anbietern für Finanzierungen an. Somit haben die Kunden durch Nutzung von nur einem Zahlungsanbieter direkt Zugriff auf eine breite Palette von Zahlungsarten.

ERP- und CRM Systeme

Bestellungen werden in modernen Shopware Umgebungen nicht direkt im Shop bearbeitet, sondern an weitere Systeme zur Bearbeitung übergeben. Zurück an den Onlineshop fließen dann nur Daten wie generierte Dokumente oder der neue Status der Bearbeitung. Typische Lösungen sind hierbei ERP Systeme wie SAP, Pickware oder MS Dynamics. Zur Bestellabwicklung werden hierbei auch die Kundendaten in die Warenwirtschaft übertragen. Oft ist in Unternehmen der Onlineshop nicht der einzige Vertriebskanal über den Waren verkauft werden. In den ERP und CRM Systemen findet man daher oft alle Bestellungen und Kunden des gesamten Unternehmens und nicht nur diejenigen, die im Online Shop aktiv sind. Hierbei können dann oft auch Kunden, die zwar Kunden des Unternehmens sind aber noch nicht im Online Shop vertreten sind, einfach durch eine Schnittstelle im Online Shop angelegt werden, so dass den Kunden ein mühseliger Registrierungsprozess mit Angabe von Daten, die das Unternehmen ohnehin schon hat, erspart bleibt.

In einer Warenwirtschaft werden darüber hinaus auch Bestände und Preise der im Unternehmen angebotenen Produkte zentral vorgehalten. Während Bestände aus verschiedenen Lagern stammen können, können Preise wiederum individuell pro Kunde sein. Zwei sehr komplexe Themen, die daher in der Regel auch über Schnittstellen mit der E-Commerce Software Shopware synchronisiert werden. Daher spricht man zwischen diesen Systemen und Shopware häufig von bidirektionalen Schnittstellen, da der Datenaustausch hier in zwei Richtungen stattfindet.

scope01 hat als Agentur eine Vielzahl von ERP und CRM Schnittstellen für Kunden realisiert, wie zum Beispiel:

• individuelle SAP Schnittstelle im XML Format zur Übertragung von Bestellungen an SAP und Rückübermittlung von Rechnungen, Tracking Nummern und Bestellstatus
• SAP Cloud Integration zur Übermittlung von Warenbeständen aus verschiedenen Lagern an Shopware mit den Möglichkeiten eines Vollimports und eines Delta Syncs
• Integration des CRM Systems Salesforce zur Synchronisation von Kunden- und Bestelldaten mit verschiedenen Systemen um ein SAML SSO Login in den Shop mit Übertragung aller Kundendaten aus Salesforce zu ermöglichen, um die Usability zu erhöhen
• Integration von Microsoft Azure als Active Directory um ein SSO in den Shopware Admin zu ermöglichen und so die Sicherheit deutlich zu erhöhen
• Integration einer Schnittstelle zur Warenwirtschaft Sicsone zur Übertragung von Bestellungen, Beständen, Rechnungsdokumenten, Trackinginformationen und Artikeldaten als individuelle Implementierung
• Implementierung einer individuellen Schnittstelle zwischen Shopware und RS2 zum Austausch von Kunden-, Bestell, Preis- und Bestandsinformationen

PIM Systeme

Produkte sind ein zentraler Baustein in einem Shopware System. Produkte bestehen aus vielen Bestandteilen, wie Titel, Beschreibungen, technische Daten, Bilder, rechtliche Dokumente und vieles mehr. Diese Daten sind daher nicht nur in Shopware relevant, sondern im ganzen Unternehmen. Daher werden auch diese Daten vorzugsweise nicht im Shop gepflegt, sondern in einem extern dafür vorgesehen PIM System, um diese dann bei Bedarf an verschiedenen Stellen nutzen zu können.

Ein PHP basiertes PIM System ist Pimcore, mit dem scope01 als Agentur und Partner seit vielen Jahren intensiv arbeitet. Die scope01 hauseigene Pimcore Schnittstelle PIM überträgt dabei die in Pimcore gepflegten Kategorie- und Produktstrukturen mehrsprachig an die E-Commerce Software Shopware, so dass dort eine redundante Pflege entfällt. Hierbei werden nicht nur die Texte der Produkte abgeglichen, sondern auch Bilder, Medien und weitere Dokumente der Produkte. Der Einstieg ist einfach, da man hier, sofern Shopware früher das führende System für Produktdaten war, diese auch einfach einmal initial aus Shopware in Pimcore importieren kann.

Marktplätze und Marketing Tools

Amazon, eBay, Otto, Kaufland sind nur ein paar Beispiele für Marktplätze im Internet bei denen Händler ihre Produkte anbieten können. Shopware übernimmt dabei meist das Drehkreuz zum Anbieten der Produkte auf den Marktplätzen. Dabei werden über Schnittstellen die Produkte auf die Marktplätze gebracht und die Käufe aus den Marktplätzen dann wiederum zur weiteren Bearbeitung zurück in den Shopware Shop übertragen. Hierzu sind viele und komplexe bidirektionale Verbindungen notwendig. Für die Anbindung von Marktplätzen stehen viele Lösungen, zum Beispiel unserer Partner channelengine oder magnalister, zur Verfügung.

Neben der Marktplatzanbindung ist aber auch die Anbindung zu Marketingplattformen von zentraler Bedeutung, um die Sichtbarkeit des Shops zu erhöhen. Ein typisches Beispiel für diese Schnittstellen ist die Anbindung an Brevo.

Brevo ist eine Newslettermarketingplattform, die tief mit Shopware integriert ist. So bekommt Brevo beispielsweise alle Interaktionen des Kunden mit dem Onlineshop mit und hat Informationen über Bestellungen und Produkte, die mit Hilfe von Schnittstellen an Brevo übertragen wurden. Mit Hilfe dieser Individualisierungen kann eine kundenindividuelle Kommunikation über E-Mails stattfinden.

Zusätzlich gibt es viele weitere Lösungen abseits von Brevo, die die Produktdaten beispielsweise bei Google oder Preisvergleichen sichtbar machen, was wiederum die Sichtbarkeit der E-Commerce Plattform erhöht.

Worauf wir bei Shopware-Schnittstellen Wert legen

Egal ob wir eine Schnittstelle individuell für Sie entwickeln oder eine bestehende Lösung evaluieren und anpassen: Eine Anbindung muss höchste Standards erfüllen, um langfristig stabil zu laufen. Wir prüfen und implementieren jede Lösung nach diesen sechs Kernkriterien:

  • Zukunftssichere Architektur: Wir setzen auf klar strukturierte, selbsterklärende und modular wiederverwendbare Konzepte und Lösungen – für maximale Flexibilität ohne Sackgassen.

  • Maximale Sicherheit: Datenschutz ist nicht verhandelbar. Wir forcieren moderne Authentifizierungs-Standards (z. B. OAuth2) und sichere Zugriffskontrollen wie IP-Whitelisting.

  • Keine Insellösungen 🏝️: Wir setzen konsequent auf bewährte Standards wie REST und JSON. Das sichert die Kompatibilität und macht Ihre Systemlandschaft unabhängig.

  • Transparente Dokumentation: Ob Eigenbau oder Drittanbieter – wir dokumentieren Requests, Datenmappings und Fehlerfälle in Systemen wie Confluence, damit Wissen in Ihrem Unternehmen bleibt.

  • High Performance: Wir optimieren auf Millisekunden. Unsere Schnittstellen liefern auch unter Hochlast zuverlässige Antwortzeiten für einen reibungslosen Workflow.

  • Verlässliche Experten-Betreuung: Wir sind als Agentur und Partner Ihr fester Ansprechpartner mit Kapazität und Know-how. Wir verstehen die Logik hinter den Daten und sorgen dafür, dass alles ineinandergreift. Schnittstellen mit verlässlichem Support und einer permanenten Weiterentwicklung sind Pflicht.

Warum scope01 Ihr Partner für Shopware-Anbindungen ist.

Als zertifizierte Shopware Agentur und Partner verstehen wir Schnittstellen nicht nur als technischen Code, sondern als das Herzstück Ihrer E Commerce Effizienz. Mit jahrelanger Erfahrung als Agentur in der Anbindung komplexer ERP-, PIM- und CRM-Systeme sorgen wir für einen reibungslosen, automatisierten Datenaustausch, der manuelle Fehler eliminiert und Ihre Prozesse skaliert. Wir begleiten Sie als verlässlicher Partner von der ersten Anforderungsanalyse bis zur langfristigen Wartung, damit Ihre Systemlandschaft perfekt ineinandergreift.

Möchten Sie Ihre Prozesse automatisieren? Lassen Sie uns in einem unverbindlichen Erstgespräch klären, wie wir Ihre Systeme optimal vernetzen können.